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Die Entwicklung in der Europäischen Union PDF Drucken
Auch in der Europäischen Union stieg der Energieverbrauch seit Anfang der 70er Jahre - lediglich zeitweise von den Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 unterbrochen - mit durchschnittlich 1,1% jährlich stetig an. Zwischen 2000 und 2004 lag der jährliche Anstieg in der EU25 sogar bei 1,4%. So stieg von den frühen 70er Jahren bis 2002 der Energieverbrauch in den EU-Mitgliedstaaten um fast 40% an, während sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei einem durchschnittlichen Wert von 2,4% pro Jahr in diesem Zeitraum verdoppelte. Trotz eines effizienteren Einsatzes von Energie führte das Wirtschaftswachstum zu einem Anstieg des Gesamtverbrauchs.
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Europa an der Schwelle zu einem neuen Energiezeitalter? PDF Drucken
In ihrem Grünbuch für eine neue Europäische Energiepolitik von März 2006 benennt die EU-Kommission die in ihren Augen wichtigsten Herausforderungen, denen sich die EU-Mitgliedstaaten in den kommenden beiden Jahrzehnten stellen müssen und die ein gemeinsames Handeln nahe legen: ein enormer Investitionsbedarf in neue Kraftwerke und Infrastrukturen; der steigende weltweite Energiebedarf, die steigende Abhängigkeit der Mitgliedstaaten von Energie-Importen - und der Klimawandel.
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Die Entwicklung einer abgestimmten Energiepolitik PDF Drucken

Die Mitgliedstaaten legten lange Zeit großen Wert auf ihre Souveränität in der Energiepolitik, denn Energie wurde als strategisch und volkswirtschaftlich vitales Gut betrachtet. In den Römischen Verträgen von 1957 zur Errichtung eines Gemeinsamen Marktes im Rahmen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) waren keine Regelungen für eine gemeinsame Energiepolitik aufgenommen worden. Mittlerweile steht der EU jedoch ein breites Instrumentarium zur Verfügung, mit dem sie eine gemeinsame Energiepolitik gestalten kann.
 

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Energie- und Klimapolitik als Zukunftsaufgabe der EU PDF Drucken
Die Energiepolitik der Europäischen Union hat über die letzten Jahre deutlich an Kontur gewonnen. Maßgeblich hierfür waren die Dynamik des EU-Binnenmarktes, externe Entwicklungen wie der globale Klimawandel und der zunehmende Energiehunger der großen Schwellenökonomien sowie die zunehmende Einsicht, dass auch die großen Mitgliedstaaten in vielen Bereichen nicht genügend ‚Masse' haben, um ihre energiepolitischen Ziele erfolgreich verfolgen zu können. Nicht zuletzt beim Klimawandel wird deutlich, dass nationale Strategien allein nicht mehr greifen. Auf dem Europäischen Rat am 8. und 9. März diesen Jahres haben die EU-Staats- und Regierungschefs verbindliche Ziele vereinbart, die sich in der Formel „20-20-20 bis 2020" zusammen fassen lassen.  
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Kontakt

Sascha Meinert

Institut für prospektive Analysen

Tel.: (030) 33987340

Email: meinert@ipa-netzwerk.de  

© 2008 Sascha Meinert und Michael Stollt