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Ahrensburg - 7.11.2008 PDF Drucken

Integrierte Gesamtschule Ahrensburg
Wulfsdorfer Weg 71, 22926 Ahrensburg

user_74_gruppenfoto_1.jpgNach einem Überblicksreferat der Teamerinnen zum Thema „Europäische Energie- und Klimapolitik" stürzten sich die 30 Schüler/innen der 12. Klasse selbständig in ihre Rollen, die sie für einen Tag im Rahmen des EU-Planspiels „Energie für die Zukunft" übernommen hatten.

Nach der Vorlage eines ‚Energie-Weißbuchs' durch die EU-Kommission begannen die Verhandlungen im Europäischen Rat und im Europäischen Parlament darüber, mit welchen Maßnahmen Europas Energieversorgung „fit für die Zukunft" gemacht werden könne. Während der intensiven Debatten stellte sich schnell heraus, dass die Förderung erneuerbarer Energien ein zentrales Anliegen der EU sein sollte. Dabei betonte das Parlament gegenüber dem Rat und der EU-Kommission, dass man die finanziellen Mittel für die Finanzierbarkeit dieses Vorhabens nicht unterschätzen sollte. Der Vorschlag, aus diesem Grund eine europaweite Ökosteuer auf fossile Brennstoffe einzuführen, stieß jedoch bei vielen EU Mitgliedstaaten nicht gerade auf Begeisterung. Diese befürchteten eine zu große finanzielle Belastung für die europäischen Unternehmen und Bürger. Trotz dieser inhaltlichen Differenzen bemühten sich alle Seiten intensiv, am Ende der Verhandlungen einen Aktionsplan vorzulegen, der möglichst alle Seiten zufrieden stellte.

 Einen schwierigen Stand bei dem „Energiegipfel" hatten die Presse und die Vertreter der Interessensgruppen, die mehr Transparenz während des Entscheidungsfindungsprozesses forderten. Die geäußerte Kritik seitens der Journalisten „....die Geheimniskrämerei des Rates schafft kein Vertrauen bei der Bevölkerung..." wurde vom ‚Ratspräsidenten' Sarkozy mit den Worten „...wir wollen nicht zulassen, dass die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten durch falsche Berichterstattung zerstört wird..." gekontert. Auch der Kommissionspräsident äußerte seine Besorgnis vor einem Imageverlust der EU durch eine möglicherweise voreilige Berichterstattung durch die Presse und warb um Verständnis. Nicht zuletzt dank des „kühlen Kopfes" des EU Ratspräsidenten gelang es dann auch, letztlich ein zufrieden stellendes Ergebnis zu präsentieren.

Die verabschiedeten Maßnahmen des Aktionsplans im Überblick:

1. Steigerung der Energieeffizienz

2. Abbau von Hindernissen für den Grenzüberschreitenden Handel im Binnenmarkt

3. Sichere und leistungsfähige Nutzung von Atomenergie (nur Absicherung der                    bestehenden KW´s und Forschungsausbau)

4. EU-Förderung erneuerbarer Energien

5. Ökosteuern für fossile Energieträger

6. EU als treibende Kraft einer globalen Umwelt- und Klimapolitik

user_74_bundestagsabgeordnete_im_streitgespraech_1.jpg

 Im Anschluss an das Planspiels konnten die Schüler/innen ihre Ergebnisse den Bundestagsabgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan (FDP) und Helmut Lamp (CDU) vorstellen und mit ihnen über Fragen der Energie- und Klimapolitik weiter diskutieren.

 

Hier geht es zu den Fotos der Veranstaltung. 

 

Kontakt

Sascha Meinert

Institut für prospektive Analysen

Tel.: (030) 33987340

Email: meinert@ipa-netzwerk.de  

© 2008 Sascha Meinert und Michael Stollt