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Das Ausgangsszenario im Planspiel PDF Drucken
"Es geht um die Zukunft der Energieversorgung Europas. Klimawandel, steigende Erdöl- und Gaspreise und die zunehmende Abhängigkeit von Importen aus politisch instabilen Herkunftsregionen haben dazu geführt, dass das Thema Energiepolitik derzeit auf der europapolitischen Tagesordnung sehr weit oben steht. Aktuelle Umfragen machen deutlich, dass die Mehrheit der EU-Bürger der Auffassung ist, dass Entscheidungen zu den neuen Herausforderungen im Energiebereich - etwa zur Energieversorgungs- sicherheit, zum wachsenden Energieverbrauch und zum Klimawandel - auf der europäischen Ebene getroffen werden sollten. Die EU muss zeigen, dass sie in dieser wichtigen Zukunftsfrage handlungsfähig ist und einen substanziellen Beitrag leisten kann.

Aber welche gemeinsamen Maßnahmen können am besten und auch auf lange Sicht eine verlässliche, erschwingliche und umweltverträgliche Energieversorgung Europas gewährleisten?

Viele Maßnahmen sind denkbar und werden in die Debatte eingebracht. In einem Grünbuch zur zukünftigen EU-Energiepolitik hat die Europäische Kommission zwölf Vorschläge für ein gemeinsames Handeln zusammengefasst, die nun die Grundlage für die Verhandlungen bilden. Angesichts begrenzter Mittel und unterschiedlicher legitimer Interessen der Mitgliedstaaten, müssen die EU-Staats- und Regierungschefs auf einem Energiegipfel des Europäischen Rates Grundsatzentscheidungen treffen und sich auf eine gemeinsame Strategie einigen. Das heißt im Klartext: einige der Vorschläge der EU-Kommission werden umgesetzt, andere nicht. Die EU-Staats- und Regierungschefs müssen sich auf sechs Maßnahmen einigen, auf die sich die EU in den kommenden Jahren konzentrieren soll. Im Anschluss müssen die von den Regierungen der Mitgliedstaaten beschlossenen Maßnahmen auch noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden. Vertreter von Wirtschaftsverbänden und Umweltorganisationen spielen - wenn auch nicht unparteilich - als Experten eine wichtige Rolle. Eine kritische Presse informiert die Öffentlichkeit über den Fortgang der Verhandlungen.

Gleich, welche Entscheidungen am Ende stehen - aufgrund der Langlebigkeit von Investitionen in die Energieerzeugung und -infrastruktur oder neue Technologien werden sie für die kommenden Jahrzehnte das Energiemodell Europas prägen.

Es ist auch an Ihnen, diese Zukunft mit zu gestalten!"
 

Kontakt

Sascha Meinert

Institut für prospektive Analysen

Tel.: (030) 33987340

Email: meinert@ipa-netzwerk.de  

© 2008 Sascha Meinert und Michael Stollt