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11. EU als treibende Kraft einer globalen Umwelt- und Klimapolitik PDF Drucken
thumb_leuchtturm.jpgFür die globale Herausforderung der Energiewende reichen europäische Ansätze allein nicht aus. Um tatsächlich den globalen Temperaturanstieg auf die vereinbarte Zielvorgabe von höchstens zwei Grad über dem vorindustriellen Stand begrenzen zu können, müssen die Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahrzehnten weltweit deutlich gesenkt werden. 

 

    Pro Vorreiterrolle der EU 
     Contra Vorreiterrolle der EU  
  • EU kann aufgrund ihres wirtschaftlichen Gewichts eine Vorreiterrolle einnehmen („Wer soll anfangen, wenn nicht die EU?“)
  • Letztlich reichen Lösungen für Europa nicht aus, um die globalen Klima- und Umweltprobleme zu lösen
  • Zugang zu nachhaltiger Energie ist eine Voraussetzung für Armutsbekämpfung und Entwicklung
  • Die Ressourcen der Erde reichen nicht aus, um den aufstrebenden Ländern einen ähnlichen Konsumstil wie den der Industrieländer zu ermöglichen (Ausgleich zwischen legitimem Recht auf nachholende Entwicklung und ökologischen Grenzen). Industrieländer müssen mit gutem Beispiel vorangehen, wie ein nachhaltiger Lebensstil aussehen könnte.
  • Exportchancen (Wachstum und neue Jobs) für umweltverträgliche Technologien
  • Politisches Gewicht der EU in der Welt würde steigen

  • Alleingänge Europas könnten die Wettbewerbsfähigkeit der EU verringern (niedrigeres Wachstum, Beschäftigungsverluste)
  • Glaubwürdigkeitsdefizit: Wie weit ist Europa aktuell von einer Vorreiterrolle entfernt? (z.B. Reduzierung der Treibhausgasemissionen)
  • Aktuell begrenzte Bereitschaft anderer Länder, sich auf wirkliche Reduktionen einzulassen (USA, China, Russland, Indien)
  • Nicht alle Mitgliedstaaten wünschen ein größeres Gewicht der EU in der Außen- und Sicherheitspolitik
 
 

Kontakt

Sascha Meinert

Institut für prospektive Analysen

Tel.: (030) 33987340

Email: meinert@ipa-netzwerk.de  

© 2008 Sascha Meinert und Michael Stollt